Alte Website ohne Bewerbungsweg, jede Änderung teurer als eine neue. Was daraus wurde und wo KI beim Erstellen half, auch wo sie danebenlag.
Ein Betrieb, der nur mit neuen Mitarbeitern wachsen kann, braucht einen Weg, auf dem sich jemand abends vom Handy aus bewirbt. Die alte Website konnte das nicht, und jede einzelne neue Funktion darin hätte mehr gekostet als eine komplette Neuerstellung. Hier erzähle ich, was daraus geworden ist.
Das Problem
Der Betrieb macht Fenster, Haustüren und Beschattung, dazu die Vermietung von Hebetechnik. Die Website war in die Jahre gekommen. Sie sprach über Hersteller statt über den eigenen Betrieb, und ein Bewerbungsweg mit Dateiupload fehlte ganz. Genau der war der Grund für die Anfrage: Der Betrieb wächst nur mit neuen Leuten.
Was entstanden ist
Der Betrieb hat sich aus drei Entwürfen für ein dunkles, klares Layout mit rotem Akzent entschieden. Das Rot stammt von der Fahrzeugbeklebung.
Die neue Seite hat Startseite, Über uns, Ausstellung, Kontakt, Karriere, die Hebetechnik-Vermietung und einen Katalog. Der Katalog ist das größte Stück: über hundert Produkte, vorher weit verstreut, jetzt auf zehn Seiten gebündelt. Kein Herstellertext wurde übernommen. Jede Kategorie bekommt einen eigenen Einleitungstext in der Stimme des Betriebs, mit den Orten, in denen er arbeitet. Die technischen Werte blieben stehen, das sind Fakten. An jeder Produktkarte hängt ein Anfrage-Knopf, der das Kontaktformular gleich mit dem Produktnamen vorbelegt.
Anfragen kommen nicht mehr als lose Mail an, sondern als Ticket mit allen Angaben im Kundenportal, mit Bestätigung an die anfragende Person. Das Formular wehrt Spam ab. Impressum und Datenschutzerklärung wurden neu geschrieben. Google-Bewertungen erscheinen automatisch, und die Seite kommt ohne Cookie-Banner aus, weil vor einer Einwilligung nichts an Dritte geht.
Der Bewerbungsweg folgt als nächster Schritt: wenige Bildschirme, Telefon als Pflichtfeld, weil der Betrieb zurückruft, Auswahlfragen statt Anschreiben, Unterlagen auch per Kamera. Die Bewerbung geht direkt ins Postfach des Betriebs, bei mir bleibt nichts liegen. Und der Betrieb pflegt Stellen und Produkte künftig selbst im Portal, ohne mich.
Wo KI geholfen hat
Ich erstelle Websites mit Claude als Werkzeug. Die KI hat die Produkte samt Bildern aus dem alten Katalog übernommen und neu sortiert, die Einleitungstexte in der Stimme des Betriebs geschrieben und danach jede Kategorieseite durchgeprüft: Zeigt sie genau ihre Produkte, taucht kein Herstellersatz wörtlich auf? Ohne Werkzeug hätte das niemand nachgelesen. Ich habe gelesen, korrigiert und entschieden.
Was die KI liefert, prüfe ich am Ende selbst, Seite für Seite, am Schreibtisch und auf dem Handy. Erst dann sieht es der Betrieb als Vorschau und entscheidet.
Was es gekostet hat
Website inklusive Stellenanzeigen und Bewerbungsformular sowie Hosting-Umzug: 1.500 Euro netto. Der Bewerbungsweg und die Portalpflege für Stellen und Produkte gehören dazu, ohne Nachberechnung. Laufend kommt das Hostingpaket Wachstum dazu: 49 Euro netto im Monat, mit Sicherungen, Pflege und dem Chat.
Was das für dich heißt
Handwerk. Ein Katalog, den du selbst pflegst, mit einem Anfrage-Knopf an jedem Produkt. Anfragen landen gesammelt im Portal, nichts geht in der Mailflut unter.
Gastronomie. Eine Karriereseite, auf der sich jemand in drei Minuten vom Handy bewirbt, mit Foto vom Zeugnis statt langem Anschreiben. Wer erst einen Lebenslauf suchen muss, bewirbt sich morgen. Und morgen ist meistens nie.
Einzelhandel. Dein Sortiment nach Kategorien, jede mit eigenem Text in deiner Stimme und deinen Orten, damit Leute aus der Umgebung dich finden. Google-Bewertungen laufen automatisch mit.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und entworfen, redaktionell überarbeitet von Daniel Narum.
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