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Künstler-Website: Portfolio zeigen, ohne überwältigt zu wirken

4 Min. LesezeitDaniel Narum
Künstler-Website: Portfolio zeigen, ohne überwältigt zu wirken

Eine Website für Künstler:innen ist kein Online-Katalog. Wie du dein Portfolio so zeigst, dass Menschen hängenbleiben — und was du brauchst, wenn du verkaufen willst.

In Freiburg gibt es eine lebendige Künstlerszene — vom Künstlerhaus in der Baumeisterstraße bis zum E-Werk, vom Atelier in der Wiehre bis zur Werkschau im Lokhalle-Umfeld. Eine eigene Website ist für viele Künstler:innen trotzdem ein schwieriges Thema. "Wie zeig ich hundert Bilder, ohne dass die Seite erschlägt?" ist die Frage, die mich am häufigsten erreicht.

Dieser Beitrag ist für dich, wenn du Malerei, Illustration, Fotografie, Skulptur oder ähnliches machst und endlich eine Seite willst, die dein Werk zeigt — nicht zuletzt auch, damit Galerien, Kuratoren und Käufer:innen dich ordentlich finden.

Die erste Entscheidung: Kuratieren statt ausstellen

Dein Portfolio ist keine Festplatte. Die größte Schwäche vieler Künstler-Websites ist, dass alles draufgeladen wird. Hundertfünfzig Arbeiten, chronologisch, ohne Einordnung.

Das Ergebnis: Der Besucher scrollt zwei Minuten, findet keinen Einstieg, geht wieder.

Besser ist die kuratierte Auswahl. Zehn bis dreißig starke Arbeiten, gegliedert nach Werkgruppen oder Jahren. Dazu eine klare Hierarchie: Das hier ist mein stärkster Bereich. Das hier mache ich daneben. Das ist älter, aber wichtig für mein Verständnis.

Wenn du wirklich alles zeigen willst: ein separater Archiv-Bereich. Aber nicht die Startseite.

Zwei Grundstrukturen, die funktionieren

Variante A: Werkgruppen als Navigation

Die Menüpunkte heißen nicht "Portfolio", sondern nach deinen Serien — "Stadtlandschaften", "Porträtstudien", "Winter 2024". Der Besucher entscheidet selbst, wo er reinschaut. Jede Werkgruppe hat einen kurzen Einführungstext, zwei bis drei Sätze, was dich daran beschäftigt.

Das funktioniert gut, wenn du bewusst in Serien arbeitest.

Variante B: Eine Hauptgalerie mit Filter

Eine einzige Seite, auf der alle Arbeiten liegen — aber mit Filterknöpfen oben: "Öl, Aquarell, Skizzen" oder "2022, 2023, 2024, 2025". Der Besucher steuert selbst, was er sieht.

Das funktioniert gut, wenn deine Arbeiten sich eher durch Technik als durch Thema unterscheiden.

Beides ist sauber umsetzbar. Wähl das, was zu deiner Arbeitsweise passt — nicht das, was andere machen.

Die Einzelseite: Jedes Werk verdient Luft

Wenn jemand auf ein Bild klickt, sollte er mehr bekommen als nur das Bild groß.

Was auf eine Werk-Detailseite gehört:

  • Das Bild in hoher Qualität, zoombar
  • Titel, Jahr, Technik, Maße
  • Ein kurzer Text — zwei Sätze, die nicht den Inhalt erklären, sondern den Kontext geben
  • Falls verfügbar: Preis oder "Verkauft"-Hinweis
  • Ein Kontakt-Button, der direkt zur Anfrage führt: "Für dieses Werk anfragen"

Gerade der letzte Punkt wird oft vergessen. Wer dein Werk anschaut, will nicht erst das Hauptmenü suchen — er will den Schritt zum Kauf oder zur Anfrage sofort sehen.

Über dich — ja, aber kurz

Eine Über-Mich-Seite ist Pflicht. Aber nicht in Katalogform.

Was funktioniert:

  • Ein gutes Foto von dir (oder von dir bei der Arbeit)
  • Ein kurzer, persönlicher Text in Ich-Form — was dich beschäftigt, nicht was du schon alles ausgestellt hast
  • Eine knappe Liste der wichtigsten Stationen (Ausstellungen, Preise, Sammlungen), aber ohne alles durchzudeklinieren
  • Ein Kontaktblock unten

Die häufigste Schwäche: Texte wie "Schon in frühester Kindheit…". Fast niemand liest das. Was wirkt, ist ein ehrlicher, aktueller Blick auf deine Arbeit heute.

Wenn du online verkaufen willst

Ein paar Realitäten vorab: Originale verkaufen sich selten direkt über die Website ohne vorheriges Gespräch. Prints dagegen schon. Wenn du also Drucke oder Editionen anbieten willst, lohnt sich ein kleiner Shop.

Optionen:

  • Einfach: Ein Bestellformular, das per Mail rausgeht. Reicht, wenn du zehn bis zwanzig Verkäufe im Jahr machst.
  • Mittel: Ein kleiner Shop-Bereich mit Warenkorb und Zahlung. Typische Lösungen: Shopify Lite, WooCommerce (bei WordPress), oder Ecwid als Einbettung.
  • Groß: Eine richtige Shop-Plattform, wenn du wirklich skalieren willst.

Für die meisten Künstler:innen reicht die erste oder zweite Option. Und: Klare Versandkosten, ehrliche Lieferzeiten, vernünftige Verpackung — das ist, was den Unterschied zu Etsy macht.

Gefunden werden — lokal und überhaupt

Für dich als Künstler:in sind in Freiburg zwei Dinge wichtig: Erstens, dass du gefunden wirst, wenn jemand aktiv nach dir sucht (Freunde von Kund:innen zum Beispiel). Zweitens, dass Kuratoren und Galerien deine Seite als Referenz nutzen können.

Minimal-Ausstattung:

  • Dein Name + Technik im Seitentitel ("Anna Müller — Aquarelle & Illustrationen aus Freiburg")
  • Atelier-Adresse im Impressum (oder Kontaktanfrage-Option, wenn du das nicht öffentlich machen willst)
  • Bilder mit sinnvollen Alt-Texten, damit Google sie versteht
  • Ein sauberes Impressum plus Datenschutz

Nächster Schritt

Wenn du loslegen willst: Mit dem One-Pager (400 €) baue ich dir eine ruhige, konzentrierte Künstler-Seite — eine Hauptseite mit deinen Arbeiten, einem Text zu dir, einem Kontaktweg. Für mehrere Werkgruppen oder einen kleinen Shop lohnt sich die Premium Website (800 €).

Schreib mir an hello@bydaniwp.dev, am besten mit drei, vier Bildern im Anhang. Ich mach dir kostenlos eine Vorschau, wie deine Seite aussehen könnte — danach entscheidest du.

Oder, wenn du schon eine Seite hast und wissen willst, was sich lohnt zu ändern: kostenloser Website-Check.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und entworfen, redaktionell überarbeitet von Daniel Narum.

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