Was eine Startup-Website in Freiburg wirklich braucht, um Kund:innen, Investor:innen und Talente zu überzeugen — und was in der frühen Phase auch warten kann.
Freiburg ist ein überraschend aktives Startup-Pflaster. Der Grünhof im Stühlinger, der Smart Green Accelerator, die Uni-Ausgründungen aus der Technischen Fakultät — in den letzten Jahren ist hier einiges entstanden. Was fast alle dieser jungen Firmen verbindet: eine Startphase, in der alles gleichzeitig passiert, und eine Website, die irgendwo auf der To-do-Liste ganz unten steht.
Der Fehler: Die Website ist meistens das, was Kund:innen, Investor:innen und zukünftige Teammitglieder zuerst sehen. Bevor der Pitchdeck kommt, bevor das Gespräch passiert. Wenn sie aussieht wie ein Wochenend-Wix-Projekt, beginnt das Gespräch schon mit Skepsis.
Hier ist mein ehrlicher Check, was eine Startup-Website in den verschiedenen Phasen braucht — und was wirklich warten kann.
Phase 1: Vor dem ersten Kunden
Du arbeitest an der Idee, vielleicht an einem MVP, hast noch keine Kund:innen, aber willst schon sichtbar sein.
Was du brauchst:
- Eine einzige Seite, die erklärt, was du baust und wer davon profitiert
- Ein klarer Wir-suchen-Sparring-Partner-Appell oder eine Warteliste
- Ein paar Gesichter (Gründer:innen-Fotos) — Menschen vertrauen Menschen, nicht Logos
- Ein Kontakt-Kanal, der funktioniert (Mail, Calendly, WhatsApp — egal, aber einer)
Was du in dieser Phase nicht brauchst:
- Ein großer Blog
- Ein Team-Seite mit zwölf Rollen, die noch nicht existieren
- Komplexes Design — eine saubere Landingpage reicht völlig
Das entspricht bei mir fast immer der Start-Website (900 €).
Phase 2: Erste zahlende Kund:innen
Du hast jetzt Kund:innen oder Nutzer:innen, erste Referenzen, vielleicht Umsatz. Die Seite muss jetzt mehr leisten.
Was dazu kommt:
- Eine klare Produkt-Seite, nicht nur Marketing-Sprache — was genau bekommt jemand
- Preise, sofern du sie öffentlich hast (oder ein Preis-Orientierung, falls individuell)
- Zwei, drei Kundenzitate mit Foto und Firmenname (das schlägt jeden Marketing-Text)
- Eine Case-Study, falls du schon eine große Kundenstory hast
- FAQ für die immer gleichen Fragen
- Ein Kontakt- oder Demo-Buchungs-Weg
Jetzt sind wir meistens bei der Firmen-Website (typisch 1.500 bis 3.500 €), weil die Seite aus mehreren Unterseiten besteht.
Phase 3: Investor:innen-Gespräche
Sobald du mit Business-Angels, VCs oder Förderbanken sprichst, wird die Website zum Vertrauensanker. Nicht, weil sie allein ein Investment bringt, sondern weil sie das Gesamtbild stützt.
Worauf Investor:innen tatsächlich schauen:
- Ist die Seite aktuell? (Gibt es News, letzte Updates?)
- Ist das Team sichtbar? (LinkedIn-Profile, Rolle, Hintergrund)
- Ist das Produkt klar beschrieben? (Keine Hochglanz-Bullshit-Sprache)
- Gibt es Signale von Traction? (Kundenlogos, Presse, Zahlen wenn ok)
- Wirkt sie ernsthaft? (Design, Tempo, DSGVO)
Was absolut nicht geht: Lorem-Ipsum-Reste, Platzhalter-Bilder, kaputte Links, ein Kontaktformular, das ins Leere läuft.
Phase 4: Talente anziehen
Wenn du anfängst einzustellen, wird aus der Marketing-Seite auch eine Recruiting-Seite. Das unterschätzen viele.
Was hilft:
- Ein kurzer "Arbeiten bei uns"-Block mit Fotos (echten), einer ehrlichen Beschreibung eures Stils, Benefits ohne Floskeln
- Offene Stellen übersichtlich
- Kontakt zur Initiativbewerbung — viele gute Leute bewerben sich, wenn sie "passt so ungefähr" sehen
Der Wettbewerb um Entwickler:innen, Designer:innen, Product-Leute ist in Freiburg hart. Eine gute Karriereseite macht einen messbaren Unterschied.
Die drei Fehler, die ich bei Startups am häufigsten sehe
- Zu viel auf einmal. Alle Features, alle Zielgruppen, alle Vorteile gleichzeitig — Ergebnis: nichts kommt durch.
- Kein Mensch zu sehen. Reine Produkt-Screenshots, keine Gesichter. Gerade in der Frühphase vertraut niemand einem Logo — Menschen vertrauen Menschen.
- Die Seite altert schneller als die Firma. Ihr habt euch im letzten halben Jahr dreimal neu sortiert, die Website zeigt aber noch das erste Pitch-Deck. Ein kurzer, regelmäßiger Check (alle drei Monate) hilft.
Nächster Schritt
Wenn du gerade zwischen MVP und erster Kundenkohorte bist und eine Seite brauchst, die das stützt: Schreib mir an hello@bydaniwp.dev. Idealerweise mit einem Satz zu deinem Produkt und einem zu deinem aktuellen Stand. Ich mach dir kostenlos eine Vorschau, wie deine Seite aussehen könnte — fertige Beispiele findest du im Portfolio.
Und wenn du schon eine Seite hast und wissen willst, wie investor-proof sie wirkt: kostenloser Website-Check. Der dauert keine Minute und gibt dir eine erste ehrliche Einschätzung.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und entworfen, redaktionell überarbeitet von Daniel Narum.
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