Was eine kleine Website wirklich braucht, um DSGVO-konform zu sein. Ohne Angst vor Paragraphen — aber mit klaren Antworten.
DSGVO ist für viele Gründer:innen und Solo-Selbstständige das Thema, das sie ständig vor sich her schieben. "Muss ich einen Anwalt engagieren? Kann ich ohne überhaupt online gehen? Wenn ich was falsch mache, kriege ich sofort eine Abmahnung?"
Die ehrliche Antwort: Die Grundanforderungen sind überschaubar. Du brauchst keinen Anwalt, um eine saubere Basis zu haben. Du brauchst aber einen klaren Plan — und den gebe ich dir hier.
Wichtig vorab: Das hier ist kein Rechtsrat, sondern eine praktische Übersicht aus meiner Arbeit als Webdesigner. Wenn du ein Risiko-Geschäft führst (Gesundheit, sensible Kundendaten, große Nutzerzahlen) — dann nimm dir tatsächlich eine Stunde mit einem Fachanwalt. Für die allermeisten Kleinst-Firmen reicht die Basis, die ich dir gleich zeige.
Die vier Pflicht-Bausteine
1. Ein ordentliches Impressum
§ 5 TMG (bald § 5 DDG) schreibt vor, dass jede geschäftlich genutzte Seite ein Impressum hat — auch eine reine Portfolio-Seite, wenn du darüber Kunden gewinnst.
Was rein muss:
- Dein voller Name (oder Firmenname + Geschäftsführer:in)
- Vollständige Adresse (Postfach reicht nicht)
- Telefonnummer und E-Mail (Fax nicht mehr Pflicht)
- Bei Gewerbetreibenden: USt-IdNr. oder Steuernummer
- Bei regulierten Berufen (Ärzt:innen, Architekt:innen, Anwält:innen …): Kammer, Berufsbezeichnung, Rechtsgrundlage
- Verantwortlich i. S. d. § 18 MStV (bei journalistisch-redaktionellen Inhalten — greift auch bei Blog)
Gut auffindbar — meistens im Footer, direkt verlinkt.
2. Eine Datenschutzerklärung
Das ist der längere Teil. Du musst für jeden Datenverarbeitungs-Vorgang auf deiner Seite aufklären:
- Welche Daten werden erfasst (IP, Browser, Kontaktdaten aus Formularen)
- Zu welchem Zweck
- Wie lange gespeichert
- An welche Dienste weitergegeben (Google Fonts, Analytics, externe Schriftarten, Einbettungen)
- Rechte der Nutzer:innen (Auskunft, Löschung, Widerspruch)
Der einfachste Weg: einen DSGVO-Generator nutzen (z. B. e-recht24, activeMind, Dr. Schwenke), der für deine konkreten Tools die passenden Abschnitte baut. Kostet bei guten Generatoren einmalig 30–50 €, ist für 95% der Kleinstfirmen völlig ausreichend.
Ich bau dir den Rahmen in jede Seite ein, die ich mache, mit den Platzhaltern, die du mit dem Generator füllst.
3. SSL-Verschlüsselung (HTTPS)
Jede Seite, die Daten sammelt — und das tut deine, sobald ein Kontaktformular drauf ist — muss per HTTPS verschlüsselt sein. Browser kennzeichnen HTTP-Seiten seit Jahren als "nicht sicher". Das schreckt Besucher ab und ist rechtlich heikel.
Gute Nachricht: HTTPS ist 2026 Standard, kostet nichts extra. Jedes vernünftige Hosting liefert das automatisch mit (Let's Encrypt). Bei mir ist das in jeder Seite inklusive.
4. Ein Cookie-Banner, wenn nötig
Wichtiger Teil, der oft falsch gemacht wird: Du brauchst nur dann ein Cookie-Banner mit Einwilligung, wenn du Cookies oder Tracker setzt, die nicht technisch notwendig sind.
- Reine Kontaktformular-Seite ohne Tracker? Kein Banner nötig.
- Google Analytics oder Facebook-Pixel? Ja, Opt-in-Banner.
- Google Fonts eingebunden (nicht selbst gehostet)? Ja, Banner oder besser: Fonts selbst hosten und Banner vermeiden.
- YouTube-Videos eingebettet? Ja, Banner oder Consent-Klick pro Video.
Ich baue Seiten standardmäßig so, dass möglichst wenige externe Dienste eingebunden sind — dann ist das Banner entweder gar nicht nötig oder sehr minimal. Das ist oft die ruhigste Lösung für kleine Firmen.
Was ich für dich erledige
Bei allen meinen Paketen ist enthalten:
- Impressum und Datenschutz-Rahmen (du ergänzt mit Generator-Text)
- SSL automatisch eingerichtet
- Cookie-Banner, wenn du Tracker willst — sonst Seite so bauen, dass keiner nötig ist
- Formulare DSGVO-konform (Pflichtfeld "Ich stimme zu, dass meine Daten zur Beantwortung meiner Anfrage verarbeitet werden")
- Google Fonts selbst gehostet
- Keine externen Einbettungen, die Daten abziehen, wo nicht nötig
Was du selbst machen musst: Generator-Text einfügen, Impressum-Adresse pflegen, Datenschutzerklärung aktualisieren, wenn du später Tools ergänzt.
Häufige Fragen, kurz beantwortet
Muss ich Kontaktformular-Daten verschlüsselt speichern? Ja, wenn du sie speicherst. Besser: Formular schickt direkt per Mail an dich, nichts in der Datenbank. Das reduziert deinen Aufwand.
Darf ich eine E-Mail-Adresse im Klartext auf die Seite schreiben? Ja, aber rechne damit, dass du mehr Spam bekommst. Ein Kontaktformular ist deshalb oft praktischer.
Brauche ich eine AGB? Nur bei Verträgen, die Standard-Klauseln brauchen. Für reine Dienstleister oft nicht nötig, hilft aber gegen Streit.
Was passiert, wenn ich abgemahnt werde? Selten, aber wenn: ruhig bleiben, Frist einhalten, nichts unterschreiben ohne kurzen Anwalts-Check. Die meisten Abmahnungen lassen sich mit einer sauberen Nachbesserung lösen.
Was nicht funktioniert
Kopiere nicht das Impressum oder die Datenschutzerklärung von einer anderen Seite. Das ist urheberrechtlich problematisch und hilft dir rechtlich nichts, weil die Angaben falsch sind.
Nächster Schritt
Wenn du eine neue Seite baust und sicher sein willst, dass die Basis rechtlich sitzt: Bei beiden meinen Paketen (One-Pager 400 €, Premium Website 800 €) ist die Grundausstattung dabei. Du musst nur den DSGVO-Generator-Text einfügen.
Wenn du eine bestehende Seite hast und unsicher bist, ob sie DSGVO-mäßig okay ist: Schreib mir an hello@bydaniwp.dev, ich schau mir das kurz an. Grundlegende Probleme sehe ich schnell — und meistens lassen sie sich mit kleinem Aufwand beheben, ohne kompletten Neustart.
Oder für den Anfang: kostenloser Website-Check zeigt dir neben Technik und Conversion auch erste offensichtliche Datenschutz-Baustellen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und entworfen, redaktionell überarbeitet von Daniel Narum.
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